SM und Sicherheit: Safer Sex
Safer Sex sollte besonders unter Sadomasochistinnen und Sadomasochisten kein Tabuthema sein. Wie in der "konventionellen" Sexualität, muß man auch beim SM möglichst sicher gehen, Ansteckungsrisiken zu minimieren. Nicht nur AIDS, sondern auch andere ansteckende Krankheiten (wie z.B. Hepatitis) bergen ein großes Risiko in sich, welches man nicht unterschätzen sollte. Auch wenn AIDS ein wenig aus den Medien verschwunden ist, so darf es nicht aus unseren Köpfen verschwinden.Neben den obligatorischen Kondomen beim Geschlechtsverkehr sind folgende Sicherheitsvorkehrungen ratsam:
- Latexhandschuhe: Sie schützen beide Spielpartner beim Fisten, aber auch bei Cuttings oder Spielen mit Nadeln. Bei Praktiken, die mit Blut zu tun haben (Nadeln oder Cutting) sollte man sterile Handschuhe verwenden, da diese gleichzeitig die Verschmutzung der Wunde mit Keimen reduziert.
- Vibratoren, Dildos und ähnliches sollten nur bei einem Spielpartner verwendet werden. Wenn Ihr diese Spielzeuge an mehreren Spielpartnern verwenden wollt, so solltet Ihr sie mit Kondomen, die ihr jedes mal wechselt, schützen und nach jedem Gebrauch ordentlich säubern und desinfizieren (z.B. mit Kodan).
- Oralverkehr: Kondome bieten zuverlässigen Schutz vor Ansteckung. Beim Oralverkehr mit Frauen haben sich sogenannte "Dental Dams" (sollte es in der Apotheke geben) als sehr praktisch erwiesen.
- edes Spielzeug sollte gereinigt und desinfiziert werden, bevor es an anderen Spielpartnern verwendet wird. Oft kommt es vor, daß z.B. bei Schlagspielen kleinere Verletzungen entstehen, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Das Ansteckungsrisiko mit AIDS ist hier zwar recht gering, da der HIV-Virus schnell an der Luft abstirbt, andere Erreger, wie z.B. Hepatitis, jedoch nicht.
Der HIV-Virus wird durch Blut, Sperma und Scheidenflüssigkeit übertragen. Urin hingegen ist angeblich ungefährlich. Dennoch sollte man bei Spielen darauf achten, daß neben Blut, Sperma und Scheidenflüssigkeit auch darauf achten, daß Kot und Urin nicht in Wunden gelangt, denn auch sie können mit Krankheitserregern, wie z.B. Hepatitis, kontaminiert sein. Außerdem kann es vorkommen, daß Blut (und damit HIV-Erreger) in Kot oder Urin ist.
Bei der Verwendung von Gleitmitteln sollte man darauf achten, daß man wasserlösliche, wie z.B. K.Y.-Jelly, benutzt, denn andere, wie z.B. Vaseline, greifen Latex an und können so Kondome oder Handschuhe durchlässig und damit unsicher machen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema findet ihr bei der dt. AIDS-Hilfe!
© 1997 - 2008
Der Autor haftet nicht für die Richtigkeit der Informationen.
Eine Weiterverwertung ist nur mit Genehmigung des Autoren zulässig.
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