SM und Sicherheit: Klinikspiele/Einläufe
1 .Material:
Einlaufsets sollte es in Sanitärhäusern und Apotheken geben. Es gibt verschiedene Ausführungen:- Ein Ballon aus Gummi, in den die Flüssigkeit gefüllt wird. Am Ende ist er mit einer Düse aus Kunststoff versehen, die in den After eingeführt wird. Bei dieser Ausführung sollte man immer darauf achten, daß man nicht zu fest auf den Ballon drückt und damit zu viel Wasser in den Darm füllt. Der Nachteil dieser Ausführung ist, daß sie relativ schwer zu reinigen ist.
- Eine weitere Ausführung besteht aus einem Becher oder Beutel, der mit der Flüssigkeit gefüllt wird. Unten ist ein Schlauch angebracht, an dessen Ende sich ein Ventil, welches in den After eingeführt wird, angebracht ist.
- Es gibt große Spritzen, die für Einläufe geeignet sind. Bei ihnen muß man darauf achten, daß die Spitze keine scharfen Kanten, die den Darm verletzen könnten, hat.
- Darmrohre sind meines Wissens für Einläufe eher ungeeignet.
Des weiteren sollte man folgende Dinge parat haben:
- wasserbasierendes Gleitmittel: Die Düse und der After sollte sorgfältig damit eingeschmiert werden, um Geweberisse zu vermeiden. Wenn man den Spülvorgang wiederholt, sollte man jedes Mal frisch Gleitmittel auftragen, da der Darm dieses sehr schnell absorbiert.
- Toilettenpapier oder ähnliches: Gerade zu Beginn eines Einlaufes kann es vorkommen, daß Flüssigkeit daneben geht.
- eine wasserfeste Unterlage (z.B. ein Latextuch): Es kann vorkommen, daß großere Mengen Flüßigkeit durch einen Reflex ausgeschieden werden. Man möchte sich ja nicht die neue Bettwäsche einsauen :-).
2. die Flüssigkeit:
Am besten eignet sich warmes Wasser (leicht über Körpertemperatur). Von kaltem Wasser sollte man absehen, da dies sehr schnell zu Erkältungen und zu Darmkrämpfen führen kann. Heißes Wasser (ca. 40°C und mehr) ist gefährlich und kann Verletzungen hervorrufen.Es empfiehlt sich etwas Kochsalz in das Wasser zu geben, um eine isotonische Lösung zu erzeugen (isotonisch ist eine Lösung, wenn sie den gleichen Salzgehalt hat wie Blut). Da der Darm eine permiable (durchlässige) Membran ist, entzieht das Wasser im Darm dem Körper sonst Salz (Diffusion).
Zusätze:
- Seife und Spülmittel sind gefährlich, da sie zu Darmkrämpfen führen
- Sekt, Bier und Weißwein sind ungeeignet (ebenfalls Gefahr von Darmkrämpfen)
- Rotwein eignet sich gut als Zusatz im Wasser (Mischungsverhältnis ca. 1:3)
Generell: Vorsicht bei Alkohol, da der Darm diesen sehr schnell resorbiert (ca. 5 mal schneller als normal) und Alkohol auf diese Weise schneller und stärker wirkt! Daher Alkohol immer verdünnen.
3. Position:
Am besten ist es, wenn die Flüssigkeit leicht von selbst in den Körper fließen kann. Hierzu legt man sich auf die Seite und winkelt die Knie leicht an. Man kann Einläufe jedoch auch mit nach vorne gebeugtem Körper machen.Die stehende Position ist eher ungeeignet, da das Wasser so schwerer in den Körper fließen kann. Außerdem kann es hierbei zu Kreislaufproblemen kommen.
4. Vorgehensweise:
Die Vorgehensweise ist an und für sich recht simpel. Der Bottom legt sich am besten mit leicht angewinkelten Beinen auf die Seite und entspannt sich. Als nächstes bereitet man das Material vor.Man kann bis ca. 900ml Flüssigkeit verwenden. Für den Anfang empiehlt sich jedoch weniger (ca. 500ml), bis man ein Gefühl für die richtige Menge entwickelt. Die Flüssigkeit sollte Körpertemperatur haben (nicht über 40°C!). Bevor man die Flüssigkeit einfüllt, sollte man darauf achten, daß die Düse geschlossen ist, um Ferkeleien zu vermeiden.
Als nächstes sollte der Top seine Hände waschen und Latexhandschuhe anziehen, da er bei solchen Spielen unter Umständen mit Kot des Bottom in Berührung kommt, was ein Infektionsrisiko darstellt (siehe Safer Sex!). Nun wird die Düse und der After des Bottom sorgfältig mit Gleitmittel eingeschmiert (lieber zu viel, als zu wenig!). Wenn man die Düse in den After des Bottom einführt, muß man darauf achten, daß sie nicht tiefer als 5-10cm im Darm steckt, da es sonst zu Gewebeverletzungen (bis hin zur Darmperforation) kommen kann.
Bei der Verwendung eines Beutelsets sollte der Beutel zu Beginn auf gleicher Höhe mit dem Bottom sein. Wenn man die Düse öffnet, hält man sie mit einer Hand fest, damit sie nicht aus dem Darm rutschen kann. Jetzt kann das Wasser in den Darm des Bottom fließen, und man hebt den Beutel mit der freien Hand langsam an. Es empfiehlt sich, ihn ca. 1 Meter über dem Bottom zu fixieren (es gibt dafür extra Gestelle, die aber relativ teuer sind. Ein Nagel in der Wand tut es auch.).
Wenn der Bottom während des Einlaufs zu krampfen beginnt oder Flüssigkeit aus dem Darm entweicht, empfiehlt es sich, den Beutel tiefer zu hängen, damit das Wasser langsamer fließt.
Man sollte die Düse wieder verschließen, bevor sich der Beutel komplett entleert hat, um zu vermeiden, daß Luft mit in den Darm gelangt.
© 1997 - 2008
Der Autor haftet nicht für die Richtigkeit der Informationen.
Eine Weiterverwertung ist nur mit Genehmigung des Autoren zulässig.
Der Autor haftet nicht für die Richtigkeit der Informationen.
Eine Weiterverwertung ist nur mit Genehmigung des Autoren zulässig.

